Von einer mutigen Idee im Altbohl-Stüble zu einem lebendigen Mehrspartenverein.
BSV · 1956
Seit 1956
Aus einer Idee wurde Heimat.
Die Geschichte des BSV Nordstern ist eine Geschichte von Menschen, die angepackt haben. Von 32 Gründungsmitgliedern im Altbohl-Stüble bis zu Generationen von Sportlerinnen, Sportlern und Ehrenamtlichen.
Plätze und Vereinsheim entstanden mit Beharrlichkeit und tausenden Stunden Eigenleistung. Aufstiege, Rückschläge und Neuanfänge haben den Verein geprägt – der Zusammenhalt ist geblieben.
1956Gründungsjahr
32Menschen beim Start
16.000Stunden Eigenleistung
118:22Tore in der Saison 2014/15
Unsere Chronik
Sieben Kapitel. Ein Nordstern.
32GründungsmitgliederBSV Nordstern Radolfzell
01
Gründung
Ein Verein entsteht.
Ball-Spiel-Verein Nordstern Radolfzell
Am 11. Juli 1956 lud Albin Richter die Bewohner der Altbohl-Siedlung sowie die Angehörigen der „Framo“ zu einer Versammlung ins Altbohl-Stüble ein. Ziel war die Gründung des Sportvereins „Radolfzell-Altbohl“.
32 Personen folgten der Einladung dieses Idealisten und eigentlichen Gründers des Ball-Spiel-Verein Nordstern Radolfzell. Nicht alle begrüßten die Entstehung eines neuen Sportvereins – und nur wenige gaben dem Vorhaben damals eine echte Chance.
Eine der ersten Mannschaften des jungen BSV Nordstern.
02
Erste Hauptversammlung
Zusammenhalt von Anfang an.
Fußball, Damenhandball und gelebte Kameradschaft
Am 08. August 1956 berief Albin Richter die erste ordentliche Hauptversammlung im Altbohl-Stüble ein. Viele Aufgaben lagen vor der neuen Vorstandschaft. Neben dem Fußball sollte auch eine Damenhandball-Mannschaft ihren sportlichen Ehrgeiz zeigen.
Die Damenmannschaft spielte mit großem Erfolg in der internationalen Bodenseeklasse – unter anderem gegen Schweizer Meister aus Zürich und St. Gallen. 1964 wurde der Handballbetrieb seitens der Vereinsleitung leider eingestellt.
Zur französischen Garnison in der Kaserne bestand ein guter Kontakt und eine herzliche Kameradschaft. So durften die Handballerinnen die dortige Sporthalle für ihr Training nutzen. Beide Mannschaften mussten zu Beginn manche hohe Niederlage verkraften. Vielleicht war es gerade deshalb der außergewöhnliche Zusammenhalt, der diese Teams auszeichnete.
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Von links oben: K. Stocker, M. Tausendfreund, E. Hafel, E. Reinhard, H. Günther, B. Schlicht, R. Strobel, H. Voigt, A. Lauinger, R. Günther, W. Frank und 1. Vorsitzender A. Richter. A-Jugend, kniend von links: E. Emmerich, S. Hainke, J. Kühl, G. Kassner, H. Günther, B. Schlicht, H. Wildemann, M. Ring, M. Kähl, W. Beck, W. Berg und W. Motz.
Die Meistermannschaft des Jahres 1964.
03
Anton Beck sen.
Endlich ein eigener Sportplatz.
Aus Ausdauer wird ein Zuhause
Nachfolger von Albin Richter wurde Anton Beck sen. Unter seiner Führung erhielt der Verein endlich einen eigenen Sportplatz. Von den ehemaligen Umkleidekabinen des Mettnau-Stadions bekam der BSV die Hälfte zum Wiederaufbau. Zusätzlich entstanden Umkleidekabinen für Spieler und Schiedsrichter.
Für seine unermüdlichen Arbeitseinsätze und seine große Spendenbereitschaft wurde Anton Beck sen. später zum Ehrenpräsidenten des Vereins ernannt.
1973Einweihung des neuen SportplatzesBSV Nordstern Radolfzell
04
Christian Peetz
Der große Ausbau beginnt.
Vom neuen Platz bis zum ersten Spatenstich
Auch sportlich ging es aufwärts: von der C-Klasse über die B-Klasse bis in die A-Klasse. Am 16. Oktober 1970 wurde Christian Peetz zum 1. Vorsitzenden gewählt. Noch am selben Abend gab Bürgermeister Fritz Riester grünes Licht für den Bau eines neuen eigenen Platzes.
Am 12. August 1973 weihte Bürgermeister Riester – Mitglied und Freund des BSV Nordstern – den neuen Sportplatz ein. Nach dessen Fertigstellung folgte die nächste große Aufgabe: ein Sportheim, das der Qualität der Anlage entsprechen sollte.
In beinahe ständigen Verhandlungen überzeugte Christian Peetz die entscheidenden Institutionen von der Notwendigkeit eines Klubheims. Am 04. November 1975 erfolgte der erste Spatenstich. Bereits der Sportplatzbau hatte 311.000 DM gekostet; damit war allen bewusst, welche neue finanzielle Belastung auf den Verein zukam.
Das Aufstiegsteam in die Bezirksliga 1980.
05
Vereinsheim & Aufstieg
16.000 Stunden für den Nordstern.
Ein Haus, das die Mitglieder selbst bauten
Am 10. Dezember 1977 eröffnete Bürgermeister Günther Neurohr das neue Sportheim. Die BSV-Mitglieder hatten dafür unglaubliche 16.000 Arbeitsstunden Eigenleistung erbracht – die unzähligen Verhandlungsstunden des damaligen Vorsitzenden Christian Peetz noch nicht mitgerechnet.
Besondere Verdienste erwarben sich Werner Beck, Anton Beck jun., Siggi Bayer und Anton Beck sen. Letztere wurden für ihren Einsatz zu Ehrenmitgliedern ernannt. Am 21. Januar 1979 folgte die Einweihung der Kegelbahnen, deren Bau 66.000 DM kostete. 1981 wurde schließlich der Parkplatz hergerichtet, der bis heute auch Besuchern des Naherholungsgebiets Altbohlwald dient.
Parallel wuchs die Jugendarbeit: Bereits 1981 spielten über 100 Jugendliche in fünf Mannschaften. Der größte sportliche Erfolg jener Jahre war der Aufstieg der ersten Mannschaft in die Bezirksliga Bodensee. Unter Trainer Herbert Häring beendete das Team die Saison mit 91:35 Toren und 46:14 Punkten.
Die Meistermannschaft der Saison 1997/98.
06
Berg- und Talfahrt
Immer wieder aufstehen.
Zwischen Kreisliga B und Bezirksliga
Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga fand sich der BSV Mitte der achtziger Jahre in der Kreisliga B wieder. Fast jedes Jahr lautete das Ziel Aufstieg in die A-Klasse, doch Platz eins blieb zunächst außer Reichweite. Unter Trainer Wolfgang Eggert gelang als Tabellenzweiter schließlich der Sprung nach oben, weil der FC Wollmatingen II aufgrund des Abstiegs seiner ersten Mannschaft nicht aufsteigen durfte.
Das Glück währte nur kurz: Wegen einer Strukturänderung gab es in der folgenden Saison vier Absteiger aus der A-Klasse statt der üblichen ein bis zwei – der BSV war einer davon.
Ab der Saison 1992/93 übernahm der bisherige Kapitän Eric Bourguignon das Traineramt. In seinen ersten drei Jahren verpasste die Mannschaft mit zwei Vizemeisterschaften und einem dritten Platz den Aufstieg nur knapp. Nach einem schweren Einbruch 1995/96 folgte der Höhepunkt: 1998 sicherte sich der BSV in einem Herzschlagfinale am letzten Spieltag die Meisterschaft.
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Obere Reihe von links: Spielausschuss Schädler, Betreuer Glatt, Sawicki, Bitter, Bracht, Wernick, Binder, Vogler, Schmid, Krause, Özkol, Klinkenberg, Tripodi und Trainer Bourguignon. Untere Reihe von links: Beck, Eggert, Widmann, A. Schmitt, Burkhart, Bickel, Unger, M. Schmitt, Schwarz, Nohl und Otto.
Die Meistermannschaft und Aufsteiger des Jahres 2015.
07
Durchmarsch
Zurück in die Kreisliga A.
Eine Saison mit 118 Toren
Nach einem weiteren Abstieg gelang 1999/2000 erneut der Aufstieg in die Kreisliga A. Der mittlerweile als Fahrstuhlmannschaft bekannte BSV stieg 2001/02 jedoch wieder ab und scheiterte anschließend mehrfach knapp am Wiederaufstieg.
In der Saison 2014/15 war es schließlich so weit: Unter Spielertrainer Antonio Fiore Tapia gelang mit einer herausragenden Tordifferenz von 118:22 Toren und 60 Punkten aus 22 Spielen die Rückkehr in die Kreisliga A.
Antonio Fiore Tapia wurde mit 35 Treffern Torschützenkönig. Sein Bruder Daniel folgte mit 26 Toren auf Platz zwei, Sven Dieterle belegte mit 23 Treffern Rang vier.